Blog

Bidens Vize Kamala Harris – ein zweischneidiges Schwert im US-Wahlkampf

Für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden ist Kamala Harris ein zweischneidiges Schwert, erläutert USA-Experte Josef Braml die Nominierung von Harris als Vizepräsidentschaftskandidatin.

Zum einen hilft sie Biden, jene Wunde abzudecken, die sie ihm im Vorwahlkampf im Hinblick auf die afroamerikanische Wählerschaft zugefügt hatte. Zum anderen eröffnet sie Trump weitere Angriffsflächen, zumal sie Bidens Probleme bei religiösen Wählerinnen und Wählern verstärkt, sagt der USA-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) im Deutschlandfunk-Interview mit Jörg Münchenberg.

Zum Interview mit Josef Braml im Deutschlandfunk

„Auch Joe Biden steht für harte Geopolitik“

man standing on stage

Im Interview mit Max Haerder, dem Leiter des Hauptstadtbüros der WirtschaftsWoche, spricht der Amerika-Experte Josef Braml über die Wirtschaftsagenda des demokratischen Präsidentschaftskandidaten, Donald Trumps Gespür für Wählerängste und trügerische Hoffnungen auf baldige Entspannung.

„Auch Joe Biden steht für harte Geopolitik“ weiterlesen

Corona – ein Inkubator für geo-ökonomische Großmachtrivalität

american and chinese flags and usa dollars

Die Corona-Pandemie und die von ihr ausgelöste Weltwirtschaftskrise werden nicht zur globalen Kooperation führen, sondern bestehende geo-ökonomische Rivalitäten verstärken und dabei auch Deutschland und Europa in Mitleidenschaft ziehen, analysiert der USA-Experte Josef Braml in einem Gastbeitrag für den Behörden Spiegel.

Corona – ein Inkubator für geo-ökonomische Großmachtrivalität weiterlesen

Back into the Stone Age: Trumps Recht des Stärkeren

USA-Experte: „Trump hat Stone dafür belohnt, ihn nicht belastet zu haben.“

Es ist schon kurios. Der Wahlkampfmanager eines Präsidentschaftskandidaten wird überführt, gehackte E-Mails der Gegenbewerberin um das Präsidentschaftsamt an eine Enthüllungsplattform weitergegeben zu haben. Er wird in allen Anklagepunkten für schuldig befunden und zu 40 Monaten Haft verurteilt. Da aber sein ehemaliger Chef – nicht zuletzt auch durch seine Mithilfe – inzwischen Präsident geworden ist, erlässt er ihm die Haftstrafe.

Was klingt wie aus einem schlechten Film über eine Despotie in irgendeinem entfernten Land, ist Realität in den USA. Donald Trump, der sonst selten seine Macht als Präsident nutzt, um Amnestien zu verordnen, setzt seinen ehemaligen Wahlkampfmanager Roger Stone auf freien Fuß. Umso kurioser, da seine eigene Verstrickung in der Affäre nie ganz geklärt wurde.

Ein guter Anlass, um den Prozess erneut aufzuarbeiten. Sonderermittler Robert Mueller, der die Aufklärung der ganzen Affäre damals ins Rollen gebracht hatte, hat zuletzt angekündigt, erneut vor dem Senat aussagen zu wollen. Unklar ist, ob das, was er sagt, Roger Stone weiter belasten könnte – oder US-Präsident Trump.

Josef Braml ist Experte für US-Politik bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP). Im Interview mit Watson erklärt er die Hintergründe und welche Auswirkungen der Fall auf die kommenden US-Wahlen haben könnte.

Back into the Stone Age: Trumps Recht des Stärkeren weiterlesen

Amerikas Kurs-Korrektur unter Biden?

Joe Biden kündigt im Falle eines US-Wahlsiegs Politik-Umkehr an – „Aber amerikanischer Protektionismus bliebe auch unter Biden“

Je weiter in Europa die Verärgerung über US-Präsident Donald Trump wächst, desto größer werden die Hoffnungen unter Trumps Kritikern auf einen Sieg Joe Bidens bei der US-Präsidentenwahl Anfang November. Immerhin liegt der Demokrat in Umfragen vorne und schürt Hoffnungen vieler US-Alliierter auf einen Kurswechsel in Washington.

Der USA-Experte Josef Braml erörtert gegenüber Reuters eine ganze Reihe von Gebieten, auf denen sich die strapazierten transatlantischen Beziehungen unter einer Biden-Regierung wieder verbessern könnten – und eine zumindest teilweise Rückabwicklung der Trump-Politik stattfinden dürfte. Allerdings warnte der USA-Experte der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) die Europäer vor zu viel Zuversicht.

Amerikas Kurs-Korrektur unter Biden? weiterlesen

Amerikas Apartheid

Der neue alte Exzeptionalismus und seine außenpolitischen Folgen

Die innere, zum Teil auch rassistisch motivierte Spaltung Amerikas könnte zu Donald Trumps Wiederwahl und einer aggressiveren Außenpolitik der angeschlagenen Weltmacht führen. Die folgende Analyse erörtert, warum Amerika nach wie vor im Rassismus verhaftet ist und welche Auswirkungen der innere Unfrieden auf die Außenpolitik der Weltmacht hat: Je zerrütteter Amerika, desto aggressiver seine Außenpolitik und umso wichtiger wird ein geeintes, starkes Europa.

Die Lage in den USA ist kritisch wie nie: Die von der Corona-Pandemie freigelegten sozialen Ungleichheiten gipfeln in den Auseinandersetzungen um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd. Der nach wie vor allgegenwärtige Rassismus führte zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

Anstatt dagegen anzugehen und zu deeskalieren, ruft US-Präsident Trump zur Gewaltanwendung auf und bedroht damit die amerikanische Demokratie. Um die Präsidentschaftswahl am 3. November 2020 zu gewinnen, flirtet Trump mit jenem Rassismus, der die Geschichte der USA durchzieht und bis heute Todesopfer fordert.

Trumps Vorgehen verdeutlicht seine polarisierende Wahlkampfstrategie, könnte aber auch emblematisch dafür sein, wie eine künftig weiße Minderheit gegen das Aufbegehren einer bald afroamerikanischen und hispanischen Mehrheit in den USA umgeht.

Amerikas Apartheid weiterlesen

Die Corona-Krise in den USA – nationale und internationale Folgen

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die internationalen Beziehungen der USA, insbesondere zu China aus? Befindet sich das Land an der Schwelle zu einem Bürgerkrieg? Und wie stehen Donald Trumps Chancen auf eine Wiederwahl im November? Diese und weitere Fragen richtet Moderator Hajo Schumacher an den USA-Experten Josef Braml.

Die Corona-Krise in den USA – nationale und internationale Folgen weiterlesen

Die zerrissenen Staaten von Amerika – Die USA zwischen Unruhen und Wahlkampf

Seit der Tötung des Afroamerikaners George Floyd sind die USA in Aufruhr. Demonstranten fordern tiefgreifende Veränderungen. Präsident Donald Trump gießt Öl ins Feuer. Joe Biden, sein Gegenkandidat, stellt sich auf das Schlimmste ein: Dass Trump bei den Wahlen im November keine Niederlage akzeptieren wird. In der Sendung Dossier Politik des Bayerischen Rundfunks bewertet USA-Experte Josef Braml die beunruhigenden Entwicklungen in den USA.

Weiter zum Nachhören des Beitrages

Spätfolgen des schwachen politischen Immunsystems in den USA

Die in den USA seit Jahrzehnten praktizierte Verteufelung staatlichen Handelns befeuert in der Corona-Krise einen Teufelskreis sozialen Unfriedens, von dem auch die Welt nicht verschont bleiben wird, meint USA-Experte Josef Braml in einem Gastbeitrag für den Weser Kurier.

Spätfolgen des schwachen politischen Immunsystems in den USA weiterlesen