Mein neues Buch „Die narzisstische Nation: Amerika, Europa und die Psychologie der Macht“ ist erschienen.
Darin gehe ich der Frage nach, warum die politische Krise der USA nicht allein mit ökonomischen Interessen, Machtpolitik oder parteipolitischer Polarisierung zu erklären ist. Wer Amerika heute verstehen will, muss auch die psychologischen Triebkräfte begreifen: Statusverlustängste, kollektive Kränkungen, Identitätskonflikte und narzisstische Selbstbilder.
Donald Trump ist dabei weniger Ursache als Symptom tieferliegender gesellschaftlicher Entwicklungen. Die USA ringen mit dem Verlust ihrer unangefochtenen Vormachtstellung, mit wachsender sozialer Ungleichheit, hoher Verschuldung und mit einem Selbstbild, das immer schwerer mit der Realität in Einklang zu bringen ist.
Gerade deshalb könnten die Zwischenwahlen 2026 zu einer Schicksalswahl für die amerikanische Demokratie werden – und damit auch für Europa. Denn die innere Krise Amerikas hat unmittelbare Folgen für unsere Sicherheit, Wirtschaft und geopolitische Handlungsfähigkeit.
Europa muss sich auf eine weniger verlässliche Schutzmacht einstellen und zugleich lernen, seine Interessen und Werte in einer Welt konkurrierender Großmächte selbstbewusster zu vertreten.
Das Buch ist hier erhältlich:
Ich freue mich über Interesse, kritische Rückmeldungen und den Austausch dazu.
Herzliche Grüße,
Josef Braml