Die Rolle der USA im Israel-Iran-Konflikt

US-Präsident Donald Trump wusste nach eigener Aussage von Israels Plänen. Die USA seien zwar nicht direkt beteiligt. Es sei aber denkbar, dass Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Strategie im Sinne von „Good Cop, Bad Cop“ abgestimmt hätten, meint USA-Experte Josef Braml im Deutschlandfunk-Interview mit Dirk-Oliver Heckmann.

US-Präsident Trump sagte dem Wall Street Journal, dass „die USA wussten, was vor sich geht.“ Er berichtete, dass er vor Israels „Präventivschlägen“ gegen Iran mit Ministerpräsident Netanjahu gesprochen habe. Netanjahu bestätigte später die Vorabinformation der USA.

Bei den Angriffen wurden unter anderem auch ranghohe Kommandeure der iranischen Luftwaffe, aber auch mehrere Atomforscher getötet. Israel scheint indes nicht nur das Atomprogramm zerstören zu wollen, sondern gemeinsam mit den USA einen Regimewechsel im Iran anzustreben, indem es den iranischen Bürgern signalisiert, dass nur deren Despoten eliminiert werden sollen.

Diese Strategie könnte scheitern, da die verbleibende iranische Führung alles in ihrer Macht Stehende tun wird, um zu überleben – indem sie die internationalen Öl- und Finanzmärkte ins Chaos stürzt – entweder durch Angriffe auf saudische Ölanlagen oder durch die Schließung der Straße von Hormus.

Wenn der Druck von außen und die Kriegsführung zunehmen, werden sich die Iraner vielleicht nicht gegen das Regime erheben, sondern sich im Gegenteil um ihre Fahne scharen.

Zum Interview mit USA-Experte Josef Braml im Deutschlandfunk: